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Die regionalen Handlungsfelder im Kompetenzfeld Event & Kommunikation



  • Aufwärtstrend der Eventbranche nutzen: Die Branche profitiert davon, dass die Klassische Werbung an ihre Grenzen stößt. Obgleich die Werbeetats steigen, sinkt die Markenerinnerung in der Bevölkerung. Um den zunehmend höheren Ansprüchen und Wahrnehmungsschwellen der Zielgruppen gerecht zu werden, messen Geschäftsführer und Marketingleiter von Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen dem Event-Marketing wachsende Bedeutung zu. So ist der Anteil des Eventmarketings am Gesamtmarketingbudget deutscher Unternehmen seit 1993 von 5 Prozent auf heute fast 20 Prozent gestiegen und es ist eine weitere Veränderung bei der Gewichtung der Marketingausgaben zu erwarten.





 

 

  • Outsourcing: Ausdruck der wachsenden Akzeptanz der professionellen Arbeitsweise der Eventagenturen und der Wettbewerbsfähigkeit aus Kostensicht ist der Trend zum Outsourcing von Eventaktivitäten. Lag der Anteil der Firmen, die Events immer in Eigenregie inszenieren, im Jahr 2001 noch bei 41 Prozent, so sind dies gegenwärtig nur noch rund 25 Prozent. Ca. 75 Prozent der Firmen nutzen in mehr oder weniger großem Umfang das Dienstleistungsangebot von Eventagenturen, indem sie diesen vor allem Veranstaltungen mit größerem Budget anvertrauen.


 

 

  • Trend zur Diversifizierung: Zu beobachten ist, dass das Tätikeitsspektrum insbesondere der größeren Event-Agenturen zunehmend breiter wird. Aus dem Event-Agenturen-Ranking 2003 des Fachmagazins Werben und Verkaufen (W&V) geht hervor, dass sich von  den 30 umsatzstärksten Unternehmen lediglich sechs Unternehmen 100  -prozentig der Konzeption und Organisation von Events verschrieben haben. Die meisten Agenturen bieten zusätzlich Messebau, Verkaufsförderung oder Sponsoring an.





 

 

  • Professionalisierung der Branche: Der Bedarf an speziell für den Bereich Event ausgebildeten Leuten ist vorhanden und wird zunehmen, da die Professionalisierung der Event-Branche langsam Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig ist auch eine wachsende Professionalisierung auf der Kundenseite zu beobachten. So hat die TU Chemnitz in ihrem Eventreport 2003 festgestellt, dass in Deutschland inzwischen 25 Prozent der Event veranstaltenden Firmen eine entsprechende organisatorische Entscheidung getroffen haben und Eventexperten beschäftigen. Somit kann der Eventmanager als "Gatekeeper" zwischen Agentur und Unternehmen bereits bei der Entwicklung des Konzeptes zu dessen optimaler Anpassung an die Kommunikationsstrategie des Unternehmens beitragen.


  • Tendenzen in der Branche:

 

  • Vom Erlebnis zum Ergebnis: Die Unternehmen legen wachsenden Wert auf Events,die nachweislich ein messbares Ergebnis bringen. Zur Erfolgskontrolle werden inzwischenzahlreiche Instrumente eingesetzt. Hierzu zählen Medienresonanzanalysen,Kosten-Nutzen-Relationen, Tausenderkontaktpreis-Analysen, Recall-Messungen,Recognition-Messungen, Einstellungsmessungen oder Vor-Ort-Befragungen. Problematisch ist jedoch, dass die vorhandenen Erfolgskontroll-Instrumente nichtgenügend standardisiert sind. Ebenso mangelt es noch an einer adäquaten Vernetzung der einzelnen Instrumente. Ungeklärt sind gegenwärtig auch Wirkungsdependenzen und Zurechnungsprobleme, wenn ein Event Teil eines Marketing-Mixes ist. Hier ist die Forschung gefragt, um diese Defizite zu lösen.

 

  • Die Bereitschaft an unentgeltlichen Pitches teilzunehmen wird steigen - trotz gegenteiliger Behauptungen vieler Agenturchefs. Für Unternehmen ohne gut gefüllte Kriegskasse, kann dies gefährlich werden. Die FME hat errechnet, dass allein im vergangenen Jahr mehr als 300 Millionen Euro für Wettbewerbspräsentationen ausgegeben wurden, deren Konzepte nicht realisiert wurden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Erwartungen auf Kundenseite in puncto Präsentationsaufwand steigen. Ein Booklet und eine Powerpoint-Präsentation genügen längst nicht mehr.

 

  • Der Einsatz von Prominenten wird nicht nur bei Public Events weiter steigen, da viele Redaktionen nur noch berichten, wenn bekannte Gäste mit an Bord sind. Leider sind jedoch die Prominenten vielfach nicht glaubhaft in das kreative Konzept integriert.

 

  • Top Acts und Top Promis haben ihren Preis, und dieser steigt.